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...Liebe und Besessenheit - könnte es ein passenderes Thema für Momo Kadous geben? Er liebt die Menschen, die Tänzerinnen, den Tanz. Und er ist besessen von der Kunst, von einem Anspruch zum Einzigartigen. Zaro ist ein archaischer Gott, von den Menschen verstoßen zugunsten der neuen Religion, selbst nicht mehr geliebt wird er zum Sinnbild des Bösen in der Unterwelt, aus psychologischer Sicht zum Un- und Unterbewußten, das Triebe und Begierden birgt. Dieser Zaro ergreift von Frauen Besitz, sie werden "verrückt", passen nicht mehr in die gesellschaftliche Norm... |
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...Natürlich zeichnet für die Choreographien Momo Kadous verantwortlich (ausgenommen ein Solo von Gamal Seif). Äußerst gelungen die Charakterisierung der verschiedenen Rollen und Situationen. Beeindruckend die Leistung der Unterweltsgeister (Ghazala, Shayma, Magdy El Leisy, Raymondo, Magdy Youns), die über weite Strecken schweißtreibende moderne Tänze und Akrobatik vollführten, schauspielerisch übrigens hervorragend präsentiert von Shayma. Die andere tänzerische Gruppe stellten die der Kodia (Berufsbezeichnung einer Frau mit besonderen spirituellen Fähigkeiten, hier auch die Mutter der Braut) zugehörigen Frauen (Alexandra, Ayun, Christine, Seetha, Sula, Ute). Sie waren nicht nur, aber besonders bei der ausgedehnten Zar-Zeremonie gefordert... |
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...Die Dramaturgie des Stückes funktioniert, die Spannungsbögen sind gut gesetzt. Momo Kadous, der Regisseur und Produzent der Inszenierung, beherrscht auch dieses Handwerk. Was jedoch überhaupt nicht mehr der heutigen Zeit entspricht, ist das dick aufgetragene Pathos in den Sprechszenen, das sich durch das laute Playback noch verstärkt (und nicht alle können gut dazu "sprechen")...
Roswitha Möhl |
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Gesamtartikel von Roswitha Möhl:
S. 10-13 in der Dezemberausgabe von TANZOriental |
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