In den 50er und 60er Jahren streben viele afrikanische Länder ihre Unabhängigkeit an. 1960 gilt als das Jahr Afrikas, weil siebzehn Länder des schwarzen Kontinents zumindest ihre formale Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten durchsetzten. 1966 forderte die UNO erstmals die Unabhängigkeit der West-Sahara. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verkündete auf Grund weiterer UNO-Resolutionen 1974 das Recht der Sahrauis auf Unabhängigkeit; es wurde dokumentiert, daß die Sahara kein Territorium ohne Besitzer (terra nullius), sondern bewohntes Gebiet ist.(...)
(...)Bei den Sahrauis bilden Musik, Poesie und Tanz eine unteilbare Einheit, in der jedes Element auch jeweils über die beiden anderen definiert wird. Alle drei Künste kommen aus einer lebendigen Tradition, die in den letzten Jahren auch durch internationale Forscher und Musiker gefördert und verbreitet wurden. Die Zusammenarbeit mit sahrauischen Künstlern ist noch gar nicht so lange möglich. Die Situation in den Lagern beschränkte sich zunächst verständlicherweise auf existentielle Notwendigkeiten des Überlebens, die Menschen hatten wahrhaftig wichtigere Sorgen, als sich um Musik und deren Verbreitung in die ganze Welt zu kümmern.(...)

Afrika ist kreativ

In den beleuchteten Felsen von Tiguidit, rund tausend Kilometer von der nigerianischen Hauptstadt Niamey entfernt, bietet eine Top-Modenschau mitten in der Tuaregwüste geradezu unerhörte Einblicke in die Welt afrikanischer und europäischer Designer-Mode. Fünfhundert geladene Gäste aus dem In- und Ausland, darunter die Staatschefs aus Niger, dem Tschad und Gambia, verfolgen das Defilee von rund sechzig Mannequins
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Printausgabe TANZOriental 2/00
Gesamtartikel
von Donna Malskies:
Ab S.4 in der Februarausgabe
von TANZOriental