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Gesamtartikel von Eva Kluge:
Ab S. 4 in der Februarausgabe von TANZOriental |
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... In unserem Gespräch befragte ich den Ethno-Trommler über seinen
Werdegang und seine Beziehung zu Musik und Tanz des Orients.
Bruno, was bedeutet Musik für dich?
Bruno:
Musik allgemein und besonders der Rhythmus ist eine gemeinschaftsstiftende
Macht. Wer zusammen musiziert oder trommelt, erfährt ein starkes
Gefühl der Gemeinsamkeit. Denke z. B. an Afrika oder Südamerika:
mit welcher Verzückung und Hingabe wird gemeinsam getrommelt -
obwohl die Menschen dort wirklich nicht viel zu lachen haben.
Ich liebe Musik, weil ich gerne mit Menschen kommuniziere. Musik
ist non-verbale Kommunikation und spricht ohne Umwege unsere Gefühle
an.
Musik öffnet mir so viele Türen, ob bei uns, in Asien oder in
den arabischen Ländern. Zunächst ein Fremder, bin ich in der Sekunde,
in der ich mit anderen zu spielen beginne, ein Vertrauter, ein
Freund. Kürzlich war ich an die Percussions-Schule in Rom eingeladen.
Am ersten Nachmittag gab es eine Session mit acht Musikern verschiedener
Sparten. Nach kurzer namentlicher Vorstellung ging es gleich los. Wir haben vier Stunden ohne Unterbrechung zusammen gespielt und
dabei gemeinsam eine aufregende, unglaublich intensive Reise gemacht. |
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... Der gebürtige Kölner Bruno Aßenmacher zählt
zu den bekanntesten Ethno-Trommlern
Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist die
orientalische Percussion. Derzeit lebt er auf dem
Land in Viersen bei Düsseldorf, unterrichtet
zahlreiche Workshops in Europa und fungiert im
Vorstand des Tanzhauses NRW, Die Werkstatt
Düsseldorf e. V. ... |
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Anschließend hatte ich das Gefühl, jeden gut zu kennen, und den
anderen erging es ähnlich. Siehst du, das ist Musik für mich.
Musik ist eine starke Macht, die mich sensibilisiert und direkt
und ohne Umwege meine Gefühlswelt anspricht.
Übrigens ist das Ohr unser empfindlichstes Sinnesorgan, es läßt
sich nicht einfach zuklappen wie das Auge. Kurt Tucholsky sagte:
"Gebt mir Ohrenlider", weil man sich gegen Schall nicht natürlich
schützen kann. Heutzutage bedeutet die Lärmplage um uns herum
schon eine große Belastung. In meinen Workshops findet bei den
Teilnehmern oft eine Sensibilisierung des Hörens statt. Zuhören
ist ein äußerst aktiver und auch anstrengender Prozeß - aber es
lohnt sich! ...
Lesen Sie weiter in der Printausgabe TANZOriental 2/99 |
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