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Geschickt haben sies eingefädelt, die drei Damen Mona, Eva und Yoyo: einen Titel, der genauso den Tatsachenroman einer ägyptischen Frauenrechtlerin überschreiben könnte, ein Plakat, das zwar einen bauchtanzuniformierten Torso in den Blickpunkt rückt, klein daneben jedoch drei etwas verhuschte Portrait-Fotos aufreiht, und einen Untertitel, der ein wenig zögernd, vage alles oder auch nichts verspricht - das macht wohl viele neugierig, könnte möglichst alle unterschiedlichen Zuschauergruppen ansprechen...
Und die Rechnung ist aufgegangen: Die für München vorgesehene Aufführung am 10. Februar im Künstlerhaus am Lenbachplatz ist bereits vorher ausverkauft, eine Zusatzvorstellung von Oriental Womens Power am 18. März anberaumt. Die etwas andere orientalische Tanzshow der besonderen Art, in drei Akten - so der Untertitel - hat ein heterogenes Publikum angelockt, bauchtanzbegeisterte Frauen jeden Alters finden sich ebenso in den Sitzreihen wie reisefreudige oder kulturbeflissene Mittelstandsbürger und ein paar Original-Orientalen. Sie alle erleben die erste Überraschung, als sich der Vorhang öffnet: Bügelbrett, Wäscheständer, Garderobenstange mit Glitzerklamotten, Putzeimer, Frisierkommode - ist das ein Bühnenbild für eine orientalische Tanzshow?
Wir befinden uns mitten drin, im ersten Akt und bei Madam zu Hause, wahrscheinlich in Kairo. Bei der anstrengenden Hausarbeit (köstlich Monas Wäschebefeuchtungsmethode!) erträumen sich die einfachen Dienstmädchen ein bißchen Glamour, möchten auch einmal so erfolgreich sein wie ihre berühmten Idole Fifi Abdou, Souhair Saki, Nagwa Fouad oder ihre Madam... Diese einfache theatrale Grundidee bietet den Tänzerinnen Mona Habib, Eva Stehli-Attia und Yoyo Kellerer jede Menge Spielmöglichkeiten mit Alltagsgegenständen, die zu Rhythmusinstrumenten und Tanzrequisiten avancieren. Die Mädels kriechen putzend über den Boden, Eimer werden zu Trommeln, und ergänzt durch echte Instrumente und Gesang entwickelt sich allmählich die Baladi-Session. (...)
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Printausgabe TANZOriental 4/01 |
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