Vom 12. bis 21. Februar fand im "tanzhaus nrw -

die werkstatt ev düsseldorf" zum neunten Mal die

Orientale statt, das größte orientalische Tanz- und

Kulturfestival Europas. Angeboten wurden Tanz- und

Musikworkshops, ein täglich wechselndes

Bühnenprogramm und neuerdings auch Vorträge

zu orientalischen Themen und Ausstellungen.
Bühnenprogramm

...Eine Enttäuschung bescherte den Besuchern das erste Wochenende der Orientale: Das Hahbi Ru‘ Dance Ensemble, bekannt in den USA durch seinen "Tribal Dance", dessen Premiere in Deutschland gespannt erwartet wurde, fiel kurzfristig aus, da die Tournee abgesagt worden war.

Um so erfolgreicher die Eröffnungsgala am Freitagabend. Suzanna del Vecchio, das Duo Manis und Semiramis (erinnert mich immer wieder an die berühmten Jamal-Twins!), Dalal und Madhavi Mandira sorgten für langanhaltenden Applaus. Die Tänze der Gruppe Sinam, allesamt choreographiert von Manis, ernteten besonders stürmischen Beifall; vor allem der Tanz mit dem Doppelschleier zu "Moments of Love", einem Pop-Titel der 70er Jahre, faszinierten das Publikum mit hochentwickelter Ästhetik und außergewöhnlichen Schrittkombinationen. Viel Zuspruch erhielt außerdem das Solo von Nassim zu Bruno Aßenmachers Trommel...

... Am 21. Februar fand das Abschlußfest statt. Begeistert wurden Cassandras Darbietungen aufgenommen, besonders die Ghawazi- und Zar-Tänze mit ihrer phantastischen Übereinstimmung in Musik, Bewegung und Energie. Nicht ganz so erfolgreich war Amel Tafsouts Koproduktion mit Ramzi al-Edlibi, ein orientalisches Phantasiestück mit dem Titel: Hunting the Paradise Bird. Ramzis anschließende satirische Solonummer mit Fez, Stock und einem Touch von Fred Astaire löste dagegen tobenden Beifall aus. Schade, daß das gesamte Programm nur eine gute Stunde dauerte. Für eine Schlußgala zu kurz, fanden viele...


Podiumsdiskussion

Braucht der orientalische Tanz eine Ausbildungsordnung? Und wenn ja, wie soll sie aussehen? (Anm. d. Red.: Vgl. die Berichtserie zum "2. Forum für orientalischen Tanz" von TANZOriental 1995)
Teilnehmer der Diskussion waren Gamal Seif, Aladin, Shahrazad, Mona Suha Shuly, Momo Kadous, Shiva Reinhold (Leiterin des Bundes-Verbandes für Orientalischen Tanz e. V.) und Dorothee Schackow. Bruno Aßenmacher moderierte die immerhin dreistündige Diskussion ebenso kompetent wie ausgleichend...


...
Was erwartet uns im Jahr 2000 - zum zehnjährigen Jubiläum der Orientale? "Etwa neun Monate im voraus beginnen die Vorbereitungen. Noch ist nichts endgültig entschieden," so Dorothee Schackow. Lassen wir uns also überraschen.


Lesen Sie weiter in der Printausgabe TANZOriental 4/99
Gesamtartikel von Eva Kluge:
Ab S. 10 in der Aprilausgabe von TANZOriental