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...Als ich ihr die Hand geben will, winkt sie ab. Im Iran, im schiitischen Gottesstaat, ist jede Berührung zwischen fremden Frauen und Männern verboten.
In Teheran, der schmucklosen grauen Hauptstadt, läßt sich nicht übersehen, wer dieses Land führt. Überall hängen riesige Plakate und Wandmalereien des 1989 verstorbenen Revolutionsführers Ruholla Khomeini, seines Nachfolgers Ali Khamenei und - etwas spärlicher - des neugewählten liberalen Präsidenten Mohammad Khatami. Die Bilder scheinen auch schon die Richtung vorzugeben: Unnahbar und streng die Blicke Khomeinis und des neuen geistlichen Führers Khamenei, während der Präsident lächelt...
...In Qom, der heiligen Stadt 120 Kilometer südlich von Teheran, bleiben uns Ungläubigen die Moscheen versperrt. Fast alle Frauen hüllen sich hier noch in den Tschador. "Es ist Vorschrift, entweder den Tschador oder einen langen Mantel zu tragen", sagt Shabnam. "Die jungen Emanzipierten entscheiden sich für modische Mäntel. Darunter tragen sie, statt der obligatorischen dicken Strümpfe, US-Jeans. Und zu Hause ziehen sie sich sexy an."...
Frau Ayatollah:
45 Prozent weibliche Studenten
Frauen sind in der iranischen Politik noch selten. Der liberale Präsident Mohammad Khatami ernannte die erst 36jährige Massumeh Ebtekar zur ersten Vizepräsidentin. Im Parlament, dem Madjlis, gibt es aber nur dreizehn weibliche Abgeordnete, darunter Faeseh Hashemi, die Tochter des früheren Staatspräsidenten Rafsandjani. Immerhin mehr als nach der Revolution, als nur zwei Frauen im "Männerparlament" mitbestimmen durften. Mit Aasam amtiert nun eine stellvertretende Kulturministerin, und der siebente Teheraner Bezirk wird von der 35jährigen Sarah Nouri verwaltet...
Lesen Sie weiter in der Printausgabe TANZOriental 4/99 |
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Sie spricht vier Sprachen
und macht gerade ihre Prüfung.
Blonde Strähnen im dunklen Haar,
Designerbrille und Marken-Jeans
verraten modisches Bewußtsein.
Eine emanzipierte junge Frau,
wie viele in Mailand, London und Paris.
Nichts wäre ungewöhnlich,
würde sie nicht einen langen Mantel
und ein Kopftuch tragen.
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