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Tänze bzw. Folklore aus:
Japan, Oman, Osteuropa, Indien
Im Lexikon erfährt man über den Begriff Folklore lediglich, daß er die englische Bezeichnung für die mündliche Volksüberlieferung ist. So meint der Begriff der Folklore also nicht nur den Tanz, sondern alle Arten von Brauchtum, die ein Volk im Laufe seiner Geschichte entwickelt hat.

Was ist nun Folkloretanz?


Tanz kann unter vielen verschiedenen Aspekten betrachtet werden – vom Bewegungsablauf her, also kinetisch, oder vom sozialen, politischen oder ökonomischen Aspekt her als Ausdruck der Gesellschaftsordnung, wie es bei der Untersuchung der Hoftänze aus aller Welt deutlich wird, am Hofe des französischen "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. ebenso wie am japanischen oder javanischen Hofe.

Tanz spiegelt auch unsere sittlichen Maßstäbe, insbesondere geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen, und unsere Wertvorstellungen wider, und dies in einem Ausmaß, das uns oft erst bewußt wird, wenn wir mit anderen Kulturen in Berührung kommen, deren Tänze sich vehement von unseren unterscheiden.
Tanz beleuchtet außerdem die geschichtliche Entwicklung eines Volkes, Tanz kann individuelles Ausdrucksmittel sein, Tanz ist klassische Kunstform. Tanz ist in vielen Kulturen auch Ausdruck der Religion. Man kann Tanz vom kommunikativen Aspekt her betrachten: als Möglichkeit zur Selbstdarstellung oder – wie es früher auch in Europa oft der Fall war – als meist einzige Möglichkeit der Kontaktaufnahme von Männern und Frauen.

Tanz hat psychologische Aspekte, wenn es um emotionale Selbsterfahrung geht oder das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Menschengruppe, was zum Beispiel früher bei Kriegstänzen ganz wichtig war, oder auch, wenn es schlicht um Entspannung und Meditation geht. Jeder Tanz hat auch therapeutische Inhalte, doch ist deshalb noch nicht jede Tanzform eine Art Tanztherapie. (...)


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von Havva:
Ab S.16 in der Juniausgabe
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