Den orientalischen Tanz prägen in hohem Maße seine Protagonistinnen, weshalb man von Leuten, die bislang nur eine einzige derartige Vorführung gesehen haben, absolut unterschiedliche Meinungen darüber hören kann - naturgemäß spielt nicht zuletzt der Geschmack des Betrachters eine wichtige Rolle. Wer sehr viele orientalische Tanzvorführungen gesehen hat, bekommt einen diagnostischeren Blick und läuft Gefahr, wegen zu kritischer Analyse den Genuß zu verpassen. Und doch kann es geschehen, daß einen plötzlich eine Tänzerin in besonderer Weise fasziniert...
Mit Johanna Kellerer, die schon seit ihrer Kindheit Yoyo gerufen wird, erging es mir so. Ich sah sie erstmals auf dem Video Von Andalusien zum Nil des Rosenheimer Studios für orientalischen Tanz (Hildegard Weiss). Bei dieser Studioshow gab Yoyo ihr solistisches Debut. In TANZOriental Juni 1999 schreibt die Redaktion: Für uns eine Entdeckung: Johanna Kellerer (...) überzeugt mit ausgezeichneter Tanztechnik, die das weiche Sinnliche des orientalischen Tanzes perfekt vermittelt, ohne auf spannende Akzentuierungen zu verzichten. Raumgefühl, Bühnenpräsenz, Innerlichkeit und Musikverständnis sind ihr in hohem Maße eigen und harmonieren bestens mit ihrer natürlichen Ausstrahlung. Ein Tanzvortrag mit Seele! - Als ich erfuhr, daß sie mit Mona Habib und Eva Stehli-Attia eine Show (Oriental Womens Power) plante, war meine Neugierde geweckt, und ich wurde nicht enttäuscht (Von Mauerblümchen und Besessenheit in TANZOriental April 2001). (...)
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Printausgabe TANZOriental 6/01
Gesamtartikel von Roswitha Möhl
ab S.38 in der Juniausgabe
von TANZOriental
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