Nach eigener Angabe wurde Ruth St. Denis von einem Reklameplakat für die Zigarettenmarke "Egyptian Deities", das sie 1904 in einem Café in Buffalo, New York, sah, zu ihrer Entscheidung, Tänzerin zu werden, angeregt. Jahre später beschrieb sie ihre Reaktion auf das Plakat mit Worten, die wie eine religiöse Bekehrung klingen:

Da war der Eindruck eines Bildes, das mir all jene verborgene Empfänglichkeit für Wunder, all die stille und versonnene Liebe zur Schönheit jäh ins Bewußtsein rief, die in der Tiefe meines Geistes ruhte. Ich identifizierte mich blitzartig mit Isis. Sie drückte all das rätselhafte Dunkel und die Schönheit Ägyptens aus, und ich wußte, daß sich mein Schicksal als Tänzerin in jenem Augenblick entschieden hatte. Ich würde eher ein rhythmisches Werkzeug geistiger Offenbarung werden als eine körperhafte Darstellerin von Komödien oder Tragödien. Ich hatte nie zuvor einen solchen innerlichen Schock der Verzückung erfahren...
Gesamtartikel von Donna Malskies:
S. 18-21 in der Juniausgabe von TANZOriental