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Oriental Fantasy 99 - Dances of Pharaonic Passion
Die neunte jährliche Tanzproduktion von Beata und Horacio Cifuentes
hatte am 1. Mai im Stadttheater Luckenwalde Premiere. Das Theaterpublikum
der 23.000-Einwohner-Stadt eine Autostunde südlich Berlins staunte
wohl nicht schlecht über dieses erste Event mit orientalischem
Tanz... Normalerweise gastieren regionale Bühnen und Tourneetheater
an drei, vier Abenden im Monat im Luckenwalder Stadttheater -
mit Stücken von Tschechow bis Zuckmayer -, oder es gibt Kindertheater,
Operette oder ein klassisches Konzert. Für volles Haus sorgt schon
mal eine volkstümliche Musikparade mit Angela Wiedl. Und Jazz
findet regelmäßig im Theaterkeller statt. Doch nun: Dances of
Pharaonic Passion!..
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...Alles anders bei der Truppe: Keine große oder kleine Tanzformation
mit prächtigen Kostümen und ausgeklügelten Choreographien - zu
dritt ist das Personal dieser Show: Beata und Horacio natürlich
und Viola Livera, die als Erzählerin fungiert. In der Eröffnungsszene
spielt sie zudem eine ägyptische Göttin in goldenem Gewande, dem
Pharao Horacio gegenübergestellt. Im weiteren Verlauf liest sie,
ein wenig zu betulich, selbstverfaßte blumige Texte aus ihrem
Märchenbuch - Intermezzi zwischen den Tänzen - in jeweils wechselnden
Kostümen. Auch zwei kurze Spielszenen baut sie ein...
...Selbstverständlich bietet "Dances of Pharaonic Passion" auch
viel Neues - pharaonisch ist zwar nur die erste, aber passioniert
sind alle Tanznummern. Neben der ersten Szene beweisen Beata und
Horacio Cifuentes in sieben Soli und vier Duetten eine erstaunliche
Wandlungsfähigkeit sowie Körperbeherrschung, Tanzgefühl und künstlerischen
Anspruch. Edle Kostüme, effektvolle Lichtregie und einwandfreier
Sound unterstreichen ihre ausgefeilten Choreografien, deren diffiziles
Bewegungsrepertoire und würdige Grazie begeistern. Selbst in dem
Baladi-Duett "Der Dorfpolizist", einer Parodie auf das Leben in
einem ägyptischen Dörfchen, bleibt - bei aller Keßheit und frivolen
Frechheit Beatas und Horacios gespielter Dümmlichkeit - das Ganze
unter Kontrolle, gerät nicht zum Klamauk, sondern zur fröhlichen
Unterhaltung. Und Begeisterungsstürme löst Horacios legendäres
Tamer-henna mit dem Fransenhosenshimmy aus, nicht zuletzt wegen
seiner heiteren Ausstrahlung...
Lesen Sie weiter in der Printausgabe TANZOriental 6/99 |
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