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| ...Als ich dieses Business startete, gerade nachdem Noah mit der Arche gelandet war, kostete ein viertel Liter Milch 18 Cents, ein halber Liter Joghurt 16 Cents (mit Geschmack), Thunfisch in Wasser 31 Cents die Dose, die U-Bahn 15 Cents, die Morgenzeitung 10 Cents, mein Eisenbahner-Appartment in der New Yorker Innenstadt 42 Dollar, 1 Kilo Perlen 8-10 Dollar. Du konntest ein ganzes Kostüm (Gürtel, BH, Arm- und Fußschmuck), komplett bestickt, für weniger als 25 Dollar anfertigen... ...Clubbesitzer beschützten uns wie die Lieblingstochter ihrer Familie. Als chronisch an unheilbarer Neugierde Leidende molk ich jeden, den ich konnte: Musiker, andere Tänzerinnen (aus der "alten Welt"), Sängerinnen, Uromas etc.: Schritte, Fakten, Rhythmen, Geschichte, Legenden alles sog ich auf. Oh, es war nicht alles Sonne und Zucker. Es gab das gelegentliche "Du nix trinken Kaffee mit mir, ich nix spielen Musik dir", aber nachdem ich einmal dramatisch demonstriert hatte, daß solche Annäherungsversuche mir gar nicht gut tun (aber das ist eine andere Geschichte), waren diese Ärgernisse äußerst selten und spielten keine Rolle... ...Dann eröffnete jemand eine Schule (bravo) und begann, nach kommerziellem Maßstab zu unterrichten, so daß die allgemeine Bevölkerung die Freuden und Vorteile (physisch und mental) unserer wundervollen Kunstform entdecken konnte (wieder bravo). Überall im Lande wurden Schulen eröffnet. Leider waren einige von dem Kaliber "Madame La Zonga kann dir den Conga in zehn einfachen Lektionen beibringen" mit ungefähr so viel Geschmack, wie ein Stück Papier enthält, ohne nennenswerte Technik und einen Funken Wissen über Kultur und Hintergründe. Diese Marotte war der Hit. Tja... ...Eine der beiden hatte einen Tagesjob und betrachtete das Geld, das sie für das Tanzen erhielt, wie "gefunden". Sie begann, Wochenend-Engagements in amerikanischen Clubs für weniger als die übliche Rate einzugehen, denn schließlich war es extra Geld, und sie liebte Tanzen so sehr, daß sie es auch umsonst getan hätte, also was solls, zum Teufel?! Als ich sie fragte, ob sie in ihrem Hauptberuf weniger Geld akzeptieren würde, weil sie ihn gerne ausübte, antwortete sie: "Was?! Und sie glauben lassen, daß ich nicht so gut bin wie ich eigentlich bin, oder mich als minderwertig behandeln lassen?" Sie war zu schwer von Begriff, um etwas zu kapieren... Morocco |
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| Obwohl ich diesen Artikel bereits 1982 verfaßte, gelten die dargestellten Tendenzen und Probleme auch sechzehn Jahre später noch. Multipliziere lediglich die genannten Beträge mit der inzwischen aufgelaufenen Preissteigerungsrate... Morocco |
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| Gesamtartikel von Morocco: S. 20-25 in der Augustausgabe von TANZOriental |
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